Historisches
Die Wurzeln der "Hammerschmitte zu Oberburg" reichen bis ins Jahr 1672 zurück, wo eine Konzession für das Führen einer Drahtzieherei erteilt wurde. Offizell wird die Geburt der Hammerschmitte aber rund 100 Jahre später angegeben, als 1761 Heinrich Dürr das erste Hammerschmiedewerk in Betrieb nahm.
1886 übernahm der bisher in Kaltacker bei Heimiswil in zweiter Generation tätige Nagelschmied Gottfried Flükiger- Stalder, die seit ihrer Gründungszeit von verschiedenen Familien geführte Hammerschmitte.
Die heute in der vierten Generation "Flükiger" geführte Industrieschmiede beschäftigt rund 50 Mitarbeiter und stellt als reiner Zulieferer Gesenkschmiedeteile für Werkzeug-, Textil- und Baumaschinen, Kommunal-, Landwirtschafts-, Schienen- und Armeefahrzeuge, Teile für die Medizinaltechnik sowie für Schienen- und Seilbahnbau und vieles Andere her.
Unter der Leitung von Franz Flükiger-Siegrist und Fritz Blaser-Fritz erfuhr die "Hammerschmitte" nach 1945 den Wandel vom Handwerksbetrieb zum Industrieunternehmen.
1983 wird die Kommanditgesellschaft "Flückiger & Co" aus erbrechtlichen Gründen in die Aktiengesellschaft "Flükiger & Co AG" umgewandelt. Hauptaktionär mit 95% Aktienanteil ist Franz Flükiger- Siegrist. Gleichzeitig treten Urs + Franziska Flükiger (3 und 2%) als Kleinaktionäre in die Gesellschaft ein und der Familienname wird nun korrekt geschrieben (Flükiger; ohne "c").
Nach dem Ableben von Franz Flükiger- Siegrist (20. Februar 2007) sind seine Aktien so aufgeteilt worden, dass Urs Flükiger- Meier über 51% und Franziska Flükiger über 49% der Aktien verfügen.
Die Geschäftsleitung liegt bei Urs Flükiger-Meier (Betriebsleitung, Personal), Bernhard Blaser-Schwab (Einkauf, Verkauf) und Eliane Flükiger-Meier (Marketing, Qualitätssicherung). Letztere ersetzt den am 20. Februar 2007 verstorbenen Franz Flükiger- Siegrist.
Der Verwaltungsrat besteht aus Urs Flükiger- Meier (Präsident) und Bernhard Blaser- Schwab (Vizepräsident).
Der umfangreiche Maschinenpark und qualifizierte Mitarbeiter ermöglichen es heute, einbaufertige Teile nach Muster oder Zeichnung aus einer Hand anzubieten.
Vom Erstellen der Rohlingszeichnung mit modernster CAD- Software, das anschliessende Fertigen der notwendigen Umformwerkzeuge mittelst CAM, das Schmieden der Gesenkteile werden über die erforderlichen Warmbehandlungen und optionalen Vor- und Fertigbearbeitungen sowie neben vielem anderem auch gewünschte Oberflächenbehandlungen angeboten.
Weiter stehen sicherheitsrelevante Prüfungen - zerstörungsfreie intern oder zerstörende extern - im Angebot.
Die Firma spezialisierte sich auf das Fertigen von Metallteilen als Einzelstücke oder kleinen bis mittleren Losgrössen, die bei Prototypen, Reparaturen und Kleinserien Verwendung finden.
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| Gottfried Flükiger- Stalder (1853-1930) | Franz Flükiger-Glanzmann (1883-1982) | Franz Flükiger- Siegrist (1917-2007) | Urs Flükiger- Meier (1954) |
Einige historische Eckpfeiler
- 1672: Erteilung einer Konzession für das Betreiben eines Drahtziehwerkes an Heinrich Zündel
- 1761: Erstellen eines Schwanzhammerwerkes und erstmalige Erwähnung als "Hammerschmitte"
- 1886: Kauf der Hammerschmitte Oberburg durch Gottfried Flükiger-Stalder; Werkzeug-, Fahrzeug-, Metall- und Maschinenbau wird betrieben
- 1930: Tod von Gottfried Flükiger- Stalder (1853-1930)
- 1935: Als erster Betrieb im Raume Burgdorf wird autogens Schweissen (Autogenwerk Gloor) eingesetzt
- 1945: Neubau der Schmiedehalle; Anschaffung des ersten, grösseren Gesenkschmiedehammers Pensotti mit 30kJ Schlagkraft
- 1946: Gründung einer Kommanditgesellschaft mit Franz Flükiger-Siegrist und Paul Flükiger-Fritz (gest. 1. Mai 1947) als Komplementäre
- 1955: Inbetriebnahme eines Gegenschlaghammers Bêché mit 80 kJ Schlagkraft
- 1956: Modernisierung der Gesenkfertigung mit einer Kopierfräsmaschine von Starrag
- 1957: 1. Erweiterungsbau für die Sägerei mit drei Bügelsägen
- 1958: Für die Freiformschmiede wird ein Streckhammer von Chambersburg mit einer Schlagkraft von 90kJ in Betrieb genommen
- 1959: Inbetriebnahme des zweiten in dieser Bauart konstruierten Monoblock- Schabottenhammers Banning mit 25kJ Schlagkraft und Drehherdofen von Goeko
- 1960: Beschaffung einer Knüppelschere von Peddinghaus mit 800to Scherkraft
- 1961: 2. Erweiterungsbau für leistungsfähige Kompressoerenanlage (500kW) von Atlas Copco
- 1962: 3. Erweiterungsbau für eine weitere Gesenkschmiedegruppe mit einem Banning mit 50kJ Schlagkraft
- 1964: Inbetriebnahme der ersten Anlage für Senkerosion von Agie
- 1966: Neubau für Mechanische Bearbeitung, Warmbehandlung, Verputzerei, Endkontrolle, Spedition und Gesenklagerkeller wird gebaut.
- 1967: 4. Erweiterungsbau für Garderobe, Betriebsüro und Kantine
- 1969: Eine zusätzliche Hammergruppe mit einem Banning mit 15kJ Schlagkraft wird in Betrieb genommen
- 1971: Alle Hammergruppen werden kontinuierlich mit automatisierten Drehherdöfen von Goeko versehen
- 1972: Beschaffung der ersten Horizontalschmiedemaschine von Eumuco (80to) mit Mittelfrequenzanlage von BBC mit 80kW Leistung
- 1973: Zweite Kopierfräse von Starrag wird in Betrieb genommen
- 1975: Aufgabe des Maschinenbaus; FO wird zum Zulieferer
- 1978: Eine grosse Lagerhalle für Werkzeuge und Material wird erstellt
- 1979: Zweite Mittelfrequenzanlage von Amysa mit 100kW Leistung ersetzt den ältestens Drehherdofen
- 1980: Die Bügelsägen werden kontinuierlich durch fünf Bandsägen ersetzt
- 1981: Die erste EDV- Anlage wird in Betrieb genommen
- 1982: Tod von Franz Flükiger-Glanzmann (1883-1982); 5. Erweiterungsbau der Gesenkschmiede für Banning mit 50kJ Schlagkraft sowie Mittelfrequenzanlage Amysa mit 250kW Leistung
- 1983: Gründung einer Aktiengesellschaft mit Franz Flükiger- Siegrist, Urs Flükiger-Meier und Franziska Flükiger als Aktionäre
- 1984: Das betriebsareal wir mit einer Erdgasleitung erschlossen
- 1985: Kontinuierliche Anschaffung von CNC- Maschinen für die zerspanende Bearbeitung; Serverbetriebene EDV- Anlage
- 1989: Der Gegenschlaghammer wird durch den ersten elektrohydraulischen Gesenkoberdruckhammer von Bêché mit derselben Schlagkraft (80kJ) ersetzt.
- 1994: Anschaffung einer zweiten Horizontalschmiedemaschine Hasenclever mit 160to Press- und Schliesskraft
- 1996: Der Pensotti wird mit einem elektrohydraulischen Gesenkoberdruckhammer von Bêché mit derselben Schlagenergie (30kJ) ersetzt.
- 1998: Erste Internetpräsenz mit www.fluekforge.ch
- 2002: Internetpräenz nun mit www.fluekiger.ch und www.gesenkschmiede.ch
- 2003: 6. Erweiterungsbau für eine Gesenkschmiedegruppe mit elektrohydraulischem Gesenkoberdruckhammer von Lasco 125kJ Schlagkraft
- 2007: Tod von Franz Flükiger Siegrist (1917-2007)
- 2011: Jubiläum 250 Jahre Hammerschmiede; 125 Jahre Flükiger
Schwanz-Hammerwerk, 1780 bis 1948 Dieses Bild ist das einzige, das wir über die Anfänge der "Hammerschmitte Oberburg" noch besitzen. Die Hämmer sind mittelst Wasserkraft angetrieben worden. Die Leistung war zu wenig gross, dass alle bestehenden, vier verschieden grossen Hämmer betrieben werden konnten. Der grösste Hammer alleine oder die zwei kleinsten zusammen war bei genügend Wasser das maximal Möglichste. Die Schlagstärke konnte nur in einer geringen Spanne mittelst Drehgeschwindigkeit des Wasserrades (Steuerung des Wasserzuflusses) gesteuert werden. Klar, dass natürlich dann auch ein eventuel zweiter im Betrieb befindliche Hammer entsprechend schwächer oder stärker schlug. Wenn man bedenkt, dass diese Maschinen rund 150 Jahre Stand der Technik waren....
Flükiger - Flückiger
Aufmerksamen Besuchern unserer Website ist sicher aufgefallen, dass wir uns Flükiger - ohne "c" - schreiben. Vielen ist diese Schreibweise unbekannt, ihnen ist nur die Schreibweise Flückiger - mit "c" vor dem "k" geläufig.
Diejenigen, die bereits vor 1983 mit uns und unserem Namen konfrontiert wurden, kennen wahrscheinlich noch den alten Firmennamen Flückiger & Co, Hammerwerke Oberburg.
Warum dies? Können wir nicht einmal unseren Familiennamen richtig schreiben?
Blättern wir in den Geschichtsbüchern ein paar Seiten zurück. Bis zur Einführung der Rechtschreibung mit der Regel "...nach einem Selbstlaut kommt ein "ck"..." existierte nur der Name "Flükiger". Das schriftliche Festhalten der Namen oblag damals den Pfarrern. Im Zuge der neuen Rechtschreibung haben dann viele Pfarrer in Eigeninitiative ein "c" vor dem "k" eingeschoben.
Irgend einer unserer direkten Vorfahren hat um die Wende 19./20. Jahrhundert begonnen - gleichfalls eigenmächtig - ein "c" vor dem "k" zu schreiben. Dies hatte zur Folge, dass das private und geschäftliche Auftreten mit Flückiger erfolgte, die amtlichen Papiere wie Pass, Identitätskarte, Heimatschein etc. jedoch auf "Flükiger" lauteten. Unterschrieben wurde wiederum von allen Familienmitgliedern mit "Flückiger". Aufmerksamen Kontrollorganen ist mehrmals aufgefallen, dass Unterschrift und Namensschreibweise sich nicht deckten.
Bei der Umwandlung der Kommanditgesellschaft Flückiger & Co in die Aktiengesellschaft Flükiger & Co AG (1983) wurde generell - auch im privaten Bereich - die Schreibweise des Familiennamens richtig gestellt.
Dies hatte aber leider die negative Folge, dass immer wieder auf das fehlende "c" im Namen hingewiesen werden muss; dass wir zeitweise in verschiedenen EDV-Dateien nicht gefunden oder im Telefonbuch schlicht übersehen werden, da unser "Flükiger" erst nach "Flück" und "Flückiger" erscheint.






