Bild des Monats
August '09: Bêché KGH 8.0 B: Dieser elektrohydraulische Gesenkschmiedehammer gehört zur modernsten Konstruktion. 1986 ersetzte dieser Gesenkschmiedehammer eine über 30 Jahre alte Maschine gleicher Umformkraft desselben Herstellerst. Die alte Maschine war ein druckluftbetriebener Gegenschlaghammer. Energiebilanz und Genauigkeit sind mit der neuen Maschine stark verbessert worden. Die gesamte Maschine ist ca. 140 Tonnen schwer und hat eine Antriebsleitung von gut 100kW. Die gesamte Maschine steht auf speziellen Federelementen, die wiederum in einer grossen Fundamentwanne stehen und die durch den Schlag ins Erdreich geleitete Energie zu 80% dämpfen.
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September '09: Schwanz-Hammerwerk, 1780 bis 1948 Dieses Bild ist das einzige, das wir über die Anfänge der "Hammerschmitte Oberburg" noch besitzen. Die Hämmer sind mittelst Wasserkraft angetrieben worden. Die Leistung war zu wenig gross, dass alle bestehenden, vier verschieden grossen Hämmer betrieben werden konnten. Der grösste Hammer alleine oder die zwei kleinsten zusammen war bei genügend Wasser das maximal Möglichste. Die Schlagstärke konnte nur in einer geringen Spanne mittelst Drehgeschwindigkeit des Wasserrades (Steuerung des Wasserzuflusses) gesteuert werden. Klar, dass natürlich dann auch ein eventuel zweiter im Betrieb befindliche Hammer entsprechend schwächer oder stärker schlug. Wenn man bedenkt, dass diese Maschinen rund 150 Jahre Stand der Technik waren....
Das Bild des Monats
Oktober '09: Abschrecken im Oel Das durch das Schmieden optimierte Gefüge erreicht seine optimalen Eigenschaften durch eine gezielte Warmbehandlung; wie hier ein Vergüten. Dabei wird das Werkstück aus dafür geeignetem Stahl mit ca. 860°C mittels (je nach Legierung) Luft, Öl, Wasser oder synthetische Mittel abgeschreckt. Dabei nimmt der Werkstoff die grösstmögliche Härte - die Anspringhärte - an. Diese ist meist so hoch, dass das Teil rissempfindlich wird , oder für eine nachfolgende spanende Bearbeitung zu hart ist. Mit dem nachfolgenden Anlassen wird das Teil wiederum auf - je nach Legierung und Einsatz - 250 bis 650°C erhitzt und nach einer längeren Haltedauer (Stunden) an Luft oder Wasser (wiederum Materialabhängig) abgekühlt. Mit dieser Anlassoperation kann die gewünschte Härte "eingestellt" werden.
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November '09: Freiformschmieden mit Schmiedemanipulator Dango und Dienenthal 350kg beim Schmieden einer Kurbelwelle. Der Chambersburg ist eine der ältesten Schmiedemaschinen, die bei uns noch regelmässig im Einsatz stehen. Nach einer eingehenden Revision vor einem guten Jahr soll dieser altehrwürdige Hammer noch mindestens ein Jahrzehnt seine Dienste beim Schmieden anbieten. Mit Hilfe des Schmiedemanipulators ziht, stösst und dreht der Schmied das Werkstück an die für einen Schlag richtige Position und "zaubert" aus einem quaderförmigen Teil eine Kurbelwelle.
Bild des Monats
Dezember '09: Luftfederhammer Bêché L9: Mit einem Bärgewicht von 750kg ist dieser Streckhammer der grösste der total sieben in unserer Produktion befindlichen Luftfederhämmer. (75, 100, 150, 200, 300, 400 und 750 kg Bärgewicht). Die Schlagenergie beträgt rund 22 kJ. Verwendet wird diese Schmiedemaschine neben dem Fertigen von kleineren Freiformschmiedeteilen vorwiegend für das Vorschmieden der Teile für unseren Lasco Gesenkschmiedehammer mit einer Schlagenergie von 125kJ.
Bild des Monats Januar
Januar '10: Ein Schmiedehammer ist ein kleines Hypozentrum. Mit modernsten Federelementen werden mit der sogenannten direkten Abfederung - der Schmiedehamer steht in einer grossen Fundamentwanne direkt auf diesen Federelementen - rund 80% der in Richtung Boden fliessenden Energien aufgefangen und langsam an den Untergrund abgegeben. Bei grossen Schmiedehämmer verbleiben mit den restlichen 20% beträchtliche Energien, die direkt in den Boden fliessen und unter ungünstigen Bedingungen trotzdem zu merkbaren Erschütterungen in der Nachbarschaft führen können. Neueste Entwicklungen in Richtung weicheren Abfederungen - erhöhen aber die Schwingamplituden, derganze Schmiedehammer bewegt sich vertikal stärker - lassen hoffen, diese verbleibenden 20% erfolgreich mindern zu können.
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Februar '10: Universalschere Weingarten Meist wird an dieser Stelle eine moderne und imageträchtige Maschine oder Anlage vorgestellt. Für den kürzesten Monat im Jahr brechen wir diese Tradition und erwähnen eine mit rund 100 Jahren die älteste Maschine in unserer Produktion. Die gezeigte Universalschere bietet die Möglichkeit Flacheisen, Bleche und Profileisen zu schneiden sowie Lochstanzungen in Blech durchzuführen. Die Maschine lief ursprünglich per Transmission und ist in den 20-er Jahren des letzten Jahrhunderts mit einem eigenen Elektromotor ausgerüstet worden. In den 90-er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist die Maschine aufgrund Interventionen aus unserer Schlossereiabteilung nicht verschrottet sondern überholt worden und erfüllt nachwievor ihren treuen Dienst.